Rechner: Einfacher-Renten-Rechner (Gesamtrente & Rentenlücke berechnen)

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Die Angst vor der Altersarmut oder einer großen "Rentenlücke" treibt viele Menschen um. Reicht die gesetzliche Rente später aus, um den gewohnten Lebensstandard zu halten? Wer sich nur auf die jährliche Renteninformation verlässt, übersieht oft den massiven Kaufkraftverlust durch die Inflation und Steuern.

Mit unserem Mini-Renten-Check verschaffen Sie sich Klarheit. Der Rechner kombiniert Ihre zu erwartende gesetzliche Rente mit Ihrer privaten Altersvorsorge. Das Besondere: Wir berechnen die Werte "real", ziehen also die Inflation bereits ab. So sehen Sie auf einen Blick, wie viel Ihre zukünftige Rente in heutiger Kaufkraft wert ist und wie groß Ihre Rentenlücke tatsächlich ausfällt.

WICHTIG: Rentenbeginn & Abschläge (§ 35 & § 36 SGB VI)

Wann Sie in Rente gehen, hat massive Auswirkungen auf Ihre monatliche Auszahlung:

Strategie-Tipp: Die Inflation ist Ihr größter Feind. Eine prognostizierte Rente von 2.000 Euro klingt heute gut. Bei einer durchschnittlichen Inflation von 2 % pro Jahr hat dieser Betrag in 20 Jahren aber nur noch eine Kaufkraft von knapp 1.340 Euro. Planen Sie Ihre private Altersvorsorge (ETF-Sparpläne, Fonds) daher immer mit einer konservativen, inflationsbereinigten Rendite (z. B. 4 % statt 6 %), um keine bösen Überraschungen zu erleben.
Wichtiger Hinweis: Dieser Rechner stellt keine verbindliche Finanz- oder Rentenberatung dar. Die Ergebnisse sind stark vereinfachte mathematische Hochrechnungen basierend auf Ihren Annahmen (Rendite, Inflation). Für eine exakte und verbindliche Auskunft fordern Sie eine Rentenauskunft bei der Deutschen Rentenversicherung an oder konsultieren Sie einen unabhängigen Honorarberater.
Hinweis zur Datenspeicherung: Ihre Finanzdaten bleiben privat. Alle Berechnungen erfolgen lokal in Ihrem Browser. Es werden keine Gehälter oder Sparraten an unsere Server übertragen.
Technischer Hinweis: Um das PDF mit Ihrer Auswertung erfolgreich herunterzuladen, nutzen Sie bitte Browser wie Chrome, Firefox oder Safari. In der Google-App funktioniert der Download oft nicht zuverlässig.

Redaktionell & fachlich geprüft am: 11.08.2026

1. Ihre gesetzliche Rente

Wo finde ich meine Rentenzahl?

In Ihrer Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung, die Sie jedes Jahr per Post oder online bekommen. Gesucht ist die Zeile „Regelaltersrente“ mit Ihrem voraussichtlichen Betrag. Der Betrag gilt ohne künftige Rentenanpassungen, entspricht also ungefähr der Kaufkraft von heute. Deshalb rechnet dieser Check ebenfalls in heutigen Euro.

Was, wenn ich keine Renteninformation habe?

Sie können sie online bei der Deutschen Rentenversicherung anfordern, die Rentenauskunft gibt es ab 55 Jahren. Als grobe Orientierung: Pro Jahr Beitragszahlung mit durchschnittlichem Verdienst erwerben Sie derzeit rund 40 € Monatsrente.

Warum frage ich das?

Das Geburtsjahr bestimmt Ihre Regelaltersgrenze und damit, wie viele Jahre Ihnen zum Sparen bleiben. Wer ab 1964 geboren ist, geht mit 67 in die Regelaltersrente, für ältere Jahrgänge liegt die Grenze etwas niedriger.

Was bewirkt das?

Hier ändern Sie nur die Länge der Sparzeit. Wollen Sie früher oder später in Rente gehen, verändert sich auch Ihre gesetzliche Rente durch Abschläge oder Zuschläge. Berechnen Sie diese zuerst mit dem Rentenabschlag-Rechner und tragen Sie das Ergebnis oben als Monatsrente ein.

2. Ihr Ziel im Alter

Was ist eine Rentenlücke?

Die Rentenlücke ist der Unterschied zwischen dem Geld, das Sie im Alter haben möchten, und dem, was Sie aus Rente und Vorsorge tatsächlich bekommen. Als Faustregel brauchen die meisten im Ruhestand etwa 70 bis 80 % ihres heutigen Nettos, weil Rentenbeiträge und oft auch Sparraten wegfallen.

Was gehört hier hinein?

Alles, was Sie zusätzlich zur gesetzlichen Rente erwarten: Betriebsrente, Riester- oder Rürup-Rente, Versorgungswerk, Pension, Mieteinnahmen. Tragen Sie den Betrag nach Abzug von Steuern und Beiträgen ein, in heutiger Kaufkraft.

Warum werden Abzüge berücksichtigt?

Von der Brutto-Rente gehen Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung ab, zusammen etwa 11 %. Steuern fallen bei kleinen und mittleren Renten oft kaum an. Bei hohen Renten oder weiteren Einkünften sollten Sie einen höheren Wert ansetzen, zum Beispiel 20 %.

3. Ihre private Vorsorge

So rechnet der Check

Wir lassen Ihr Erspartes bis zum Rentenbeginn wachsen, und zwar mit der Rendite abzüglich der Inflation. So bleibt das Ergebnis in heutigem Geld und Sie können es direkt mit Ihrem Netto vergleichen. Danach rechnen wir das Vermögen in eine monatliche Zusatzrente um.

Was zählt dazu?

Depot, Sparbriefe, Fondssparpläne oder ein Rentenvertrag, den Sie schon besparen und nicht bereits oben unter weiteren Altersbezügen angegeben haben. Nicht dazu zählen Notgroschen und selbst genutzte Immobilien.

Welche Rendite ist realistisch?

Breit gestreute Aktien-ETFs erzielten langfristig im Schnitt etwa 5 bis 7 % pro Jahr vor Inflation, mit starken Schwankungen. Tagesgeld und Festgeld liegen meist darunter. Wer vorsichtig plant, nimmt 3 bis 4 %. Eine Garantie gibt es nicht.

Was bedeutet das?

Bei einer Entnahmequote zahlen Sie sich jedes Jahr einen festen Anteil des Vermögens aus. Das Geld arbeitet weiter, und das Vermögen reicht oft lange. Die Variante „aufbrauchen“ teilt das Vermögen gleichmäßig bis zum Alter 90 auf und ergibt eine höhere monatliche Rente, aber anschließend ist nichts mehr da.

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Häufige Fragen (FAQ) zur Rentenberechnung

Was genau ist die Rentenlücke?

Die Rentenlücke ist die Differenz zwischen Ihrem letzten Nettoeinkommen vor Renteneintritt und der zu erwartenden Netto-Rente. Die Faustregel besagt, dass man im Alter etwa 80 % des letzten Nettogehalts benötigt, um den Lebensstandard zu halten. Die gesetzliche Rente deckt bei Durchschnittsverdienern oft nur rund 45 bis 50 % (Sicherungsniveau) ab.

Muss ich auf meine Rente noch Steuern und Abgaben zahlen?

Ja. Die auf der Renteninformation ausgewiesene Summe ist die Bruttorente. Hiervon gehen noch ca. 11 bis 12 % für die Kranken- und Pflegeversicherung ab. Zudem unterliegt die Rente der sogenannten nachgelagerten Besteuerung. Je nachdem, in welchem Jahr Sie in Rente gehen, müssen Sie einen großen Teil Ihrer Rente (ab dem Jahr 2058 sind es 100 %) ganz normal mit Ihrem persönlichen Steuersatz versteuern.

Kann ich mit 63 abschlagsfrei in Rente gehen?

Nein, das ist ein weit verbreiteter Irrtum. Die sogenannte "Rente ab 63" (Altersrente für besonders langjährig Versicherte nach 45 Beitragsjahren) ist für jüngere Jahrgänge schrittweise angestiegen. Wer 1964 oder später geboren ist, kann nach 45 Arbeitsjahren erst mit 65 Jahren abschlagsfrei in Rente gehen. Wer früher aufhört, muss die regulären Abschläge (0,3 % pro Monat) in Kauf nehmen.

Quellen & weiterführende Links

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