Rechner: Krankengeld (Netto-Auszahlung) für 2026 berechnen

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Fachlich geprüft | Stand: 27.04.2026

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Eine längere Krankheit ist nicht nur körperlich und seelisch belastend, sondern reißt oft auch ein spürbares Loch in die Haushaltskasse. Wenn nach sechs Wochen die Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber endet, springt die gesetzliche Krankenkasse mit dem Krankengeld ein, um Ihre Existenz zu sichern. Das Krankengeld fällt jedoch niedriger aus als Ihr gewohntes Nettogehalt.

Mit unserem Rechner können Sie Ihr voraussichtliches Krankengeld für das Jahr 2026 schnell und unverbindlich ermitteln. Finden Sie heraus, mit welcher täglichen und monatlichen Netto-Auszahlung Sie rechnen können, damit Sie Ihre Finanzen während der Genesungsphase sicher planen können.

WICHTIG: Die Falle der lückenlosen Krankschreibung (§ 46 SGB V)

Der größte Fehler beim Krankengeldbezug betrifft die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU). Beachten Sie zwingend:

Tipp zur Berechnung: Die Krankenkasse berechnet das Krankengeld nach einer strengen Formel: Es beträgt 70 % Ihres Bruttogehalts, aber höchstens 90 % Ihres Nettogehalts. Der niedrigere der beiden Werte wird herangezogen. Haben Sie in den letzten 12 Monaten Einmalzahlungen (wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld) erhalten? Geben Sie diese unbedingt im Rechner an, denn sie erhöhen Ihr maßgebliches Nettoentgelt spürbar!
Wichtiger Hinweis: Dieser Rechner stellt keine Rechts- oder Steuerberatung dar. Alle Ergebnisse dienen der allgemeinen Orientierung und sind unverbindliche Schätzungen auf Basis der Beitragssätze 2026. Die rechtsverbindliche Berechnung und Auszahlung erfolgt ausschließlich durch Ihre Krankenkasse auf Grundlage der Entgeltbescheinigung Ihres Arbeitgebers.
Hinweis zur Datenspeicherung: Ihre finanziellen Daten sind bei uns sicher. Der Rechner arbeitet lokal in Ihrem Browser. Es findet keine automatische Übermittlung Ihrer eingegebenen Gehaltsdaten an Kassen-Lotse statt.
Technischer Hinweis: Um das PDF mit Ihren Berechnungsdetails erfolgreich herunterzuladen, öffnen Sie diese Seite bitte in einem Internet-Browser wie Chrome, Firefox oder Safari. In der Google-App funktioniert der Download oft nicht zuverlässig.

Redaktionell geprüft am: 27.04.2026

1. Einkommen

Durchschnittliches Bruttogehalt pro Monat vor Beginn der Arbeitsunfähigkeit. Einmalzahlungen werden hier nicht gesondert berücksichtigt.

Wird benötigt, da das Krankengeld auf 90 % des Nettoeinkommens begrenzt ist.

Für Selbstständige oder Privatversicherte gelten ggf. andere Tarife – bitte nur als Orientierung nutzen.

2. Zeitraum

Trage ein, für wie viele Tage du voraussichtlich Krankengeld erhältst – z. B. 30 oder 90 Tage.

3. Abzüge (Sozialversicherung)

Beiträge zur Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung werden abgezogen. Richtwerte (2026): RV 9,3 %, AV 1,3 %, PV 1,8 % (2,4 % kinderlos).

Standardwert für Eltern ≈ 12,4 %; kinderlos ≈ 13,0 %.

Hinweis: Die Berechnung ist eine vereinfachte Schätzung. Sie ersetzt keine verbindliche Auskunft deiner Krankenkasse. Steuerliche Effekte, Einmalzahlungen oder Beitragsbemessungsgrenzen werden nicht vollständig berücksichtigt. Stand: 14. 04. 2026.

Ist Ihr Fall komplexer als eine Standard-Vorlage?

Unsere kostenlosen Generatoren sind perfekt für alltägliche Standardsituationen. Wenn Sie jedoch ein ganz individuelles Anliegen haben, versteckte Fristen in einem Bescheid prüfen lassen müssen oder Hilfe bei unverständlichem Beamtendeutsch brauchen, übernimmt unsere KI Clerion das für Sie.

Sie suchen kostenlose Infos oder Vorlagen? Hier finden Sie weitere Hilfsangebote:

Häufige Fragen (FAQ) zum Krankengeld

Gehen vom Krankengeld noch Steuern oder Sozialabgaben ab?

Vom berechneten Brutto-Krankengeld zieht die Krankenkasse noch Ihre Anteile zur Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung ab. Zur Krankenversicherung müssen Sie während des Krankengeldbezugs keine Beiträge zahlen. Das Krankengeld selbst ist steuerfrei, unterliegt aber dem sogenannten Progressionsvorbehalt. Das bedeutet, es kann den Steuersatz für Ihre übrigen Einkünfte erhöhen, weshalb Sie im Folgejahr eine Steuererklärung abgeben müssen.

Ist das Krankengeld nach oben hin begrenzt?

Ja. Das Krankengeld ist gesetzlich gedeckelt. Die Berechnungsgrundlage orientiert sich an der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Im Jahr 2026 liegt das maximal auszahlbare Brutto-Krankengeld bei rund 135,63 Euro pro Tag. Nach Abzug der Sozialversicherungsbeiträge ergibt sich daraus ein gesetzlicher Höchstbetrag für die Netto-Auszahlung, den Sie nicht überschreiten können, egal wie viel Sie vorher verdient haben.

Was passiert, wenn die Krankenkasse die Zahlung einstellt?

Leider stellen Krankenkassen die Zahlungen oft unerwartet ein, weil der Medizinische Dienst (MD) "nach Aktenlage" eine angebliche Arbeitsfähigkeit feststellt. In diesem Fall müssen Sie sofort Widerspruch einlegen, sich von Ihrem Arzt weiterhin lückenlos krankschreiben lassen und sich zur finanziellen Überbrückung bei der Arbeitsagentur melden.

Quellen & weiterführende Links

Wer hat diese Inhalte erstellt?

        Unsere Ratgeber und Generatoren basieren auf der strikten Auswertung aktueller Gesetzestexte. Sie werden von Jan (Projektleitung) & Team entwickelt und durch unser Netzwerk aus Fachberatern regelmäßig auf fachliche Korrektheit geprüft.

Wichtiger Hinweis: Unser Tool generiert Standarddokumente zur Selbsthilfe und ersetzt keine anwaltliche Einzelfallprüfung.    

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