Rechner: Krankengeld (Netto-Auszahlung) für 2026 berechnen
Zur Übersicht: KrankenkasseFachlich geprüft | Stand: 27.04.2026
Direkt zur kostenlosen Berechnung springenEine längere Krankheit ist nicht nur körperlich und seelisch belastend, sondern reißt oft auch ein spürbares Loch in die Haushaltskasse. Wenn nach sechs Wochen die Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber endet, springt die gesetzliche Krankenkasse mit dem Krankengeld ein, um Ihre Existenz zu sichern. Das Krankengeld fällt jedoch niedriger aus als Ihr gewohntes Nettogehalt.
Mit unserem Rechner können Sie Ihr voraussichtliches Krankengeld für das Jahr 2026 schnell und unverbindlich ermitteln. Finden Sie heraus, mit welcher täglichen und monatlichen Netto-Auszahlung Sie rechnen können, damit Sie Ihre Finanzen während der Genesungsphase sicher planen können.
WICHTIG: Die Falle der lückenlosen Krankschreibung (§ 46 SGB V)
Der größte Fehler beim Krankengeldbezug betrifft die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU). Beachten Sie zwingend:
- Lückenlose AU: Sie müssen spätestens am nächsten Werktag nach Ablauf Ihrer aktuellen Krankschreibung wieder beim Arzt vorstellig werden. Fehlt eine Krankschreibung auch nur für einen Tag (z. B. übers Wochenende), können Sie Ihren Anspruch auf Krankengeld unwiderruflich verlieren!
- Bezugsdauer: Krankengeld wird für dieselbe Krankheit für maximal 78 Wochen innerhalb von drei Jahren gezahlt (abzüglich der 6 Wochen Lohnfortzahlung).
- Aussteuerung: Endet der Anspruch nach 78 Wochen und sind Sie weiterhin krank, greift in vielen Fällen das Arbeitslosengeld im Rahmen der Nahtlosigkeitsregelung.
Redaktionell geprüft am: 27.04.2026
Hinweis: Die Berechnung ist eine vereinfachte Schätzung. Sie ersetzt keine verbindliche Auskunft deiner Krankenkasse. Steuerliche Effekte, Einmalzahlungen oder Beitragsbemessungsgrenzen werden nicht vollständig berücksichtigt. Stand: 14. 04. 2026.
Häufige Fragen (FAQ) zum Krankengeld
Gehen vom Krankengeld noch Steuern oder Sozialabgaben ab?
Vom berechneten Brutto-Krankengeld zieht die Krankenkasse noch Ihre Anteile zur Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung ab. Zur Krankenversicherung müssen Sie während des Krankengeldbezugs keine Beiträge zahlen. Das Krankengeld selbst ist steuerfrei, unterliegt aber dem sogenannten Progressionsvorbehalt. Das bedeutet, es kann den Steuersatz für Ihre übrigen Einkünfte erhöhen, weshalb Sie im Folgejahr eine Steuererklärung abgeben müssen.
Ist das Krankengeld nach oben hin begrenzt?
Ja. Das Krankengeld ist gesetzlich gedeckelt. Die Berechnungsgrundlage orientiert sich an der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Im Jahr 2026 liegt das maximal auszahlbare Brutto-Krankengeld bei rund 135,63 Euro pro Tag. Nach Abzug der Sozialversicherungsbeiträge ergibt sich daraus ein gesetzlicher Höchstbetrag für die Netto-Auszahlung, den Sie nicht überschreiten können, egal wie viel Sie vorher verdient haben.
Was passiert, wenn die Krankenkasse die Zahlung einstellt?
Leider stellen Krankenkassen die Zahlungen oft unerwartet ein, weil der Medizinische Dienst (MD) "nach Aktenlage" eine angebliche Arbeitsfähigkeit feststellt. In diesem Fall müssen Sie sofort Widerspruch einlegen, sich von Ihrem Arzt weiterhin lückenlos krankschreiben lassen und sich zur finanziellen Überbrückung bei der Arbeitsagentur melden.