Unbehandeltes ADHS führt oft zu starken Begleiterkrankungen wie schweren Depressionen oder Burnout. Wenn Sie das Gefühl haben, unter der Last Ihres Alltags zusammenzubrechen oder in einer akuten Krise stecken, wenden Sie sich bitte an die Telefonseelsorge: 0800 111 0 111 (kostenlos, anonym, 24/7). In lebensbedrohlichen Notfällen wählen Sie die 112.
Fachlich geprüft | Stand: 28.04.2026
Direkt zum kostenlosen ADHS-Test springenInnere Unruhe, chronisches Chaos im Alltag, ständige Erschöpfung oder die Unfähigkeit, angefangene Aufgaben zu beenden: Viele Erwachsene leiden jahrelang unter diesen Symptomen, ohne zu wissen, dass eine unerkannt gebliebene Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) dahinterstecken könnte. Oft folgt die Erkenntnis erst spät – nach Jahren der Frustration im Job oder wenn die eigenen Kinder diagnostiziert werden.
Mit diesem Online-Test machen Sie den ersten Schritt. Der Test basiert auf der anerkannten ASRS-v1.1-Skala der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die von Ärzten weltweit zur Ersteinschätzung genutzt wird. Nach der Auswertung zeigen wir Ihnen außerdem, wie Sie lange Wartezeiten auf einen Therapieplatz umgehen und Ihre Rechte bei der Krankenkasse durchsetzen können.
Die Wartezeiten für eine ADHS-Diagnostik bei Kassenärzten betragen aktuell oft 6 bis 24 Monate. Sie müssen das jedoch nicht tatenlos hinnehmen:
Redaktionell geprüft am: 28.04.2026
Wichtig : Dieser Test liefert eine unverbindliche Ersteinschätzung und keine medizinische Diagnose. ADHS ist eine komplexe Diagnose (ICD-10: F90.0), die nur durch ausführliche Anamnese durch Fachärzte (Psychiater/Neurologen) oder approbierte Psychotherapeuten gestellt werden darf. Ohne offizielle Diagnose werden keine Medikamente oder Therapien von der Kasse bezahlt.
In der Regel nein. Für eine gesicherte ADHS-Diagnose sind spezielle und zeitaufwendige Testverfahren nötig, die Hausärzte nicht durchführen. Sie benötigen eine Überweisung zu einem Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie oder einem Facharzt für Nervenheilkunde. Nur diese Fachärzte dürfen auch Betäubungsmittel (wie Methylphenidat/Ritalin, Elvanse), die oft bei ADHS eingesetzt werden, nach Erstdiagnose verordnen. Ein Hausarzt darf später meist nur Folgerezepte ausstellen.
ADHS allein führt nur selten zu einem Schwerbehindertenstatus (GdB von 50 oder mehr). Es kommt immer auf die konkreten Einschränkungen in Ihrem Alltag an. Ein GdB von 20 bis 40 ist bei schweren Ausprägungen möglich. Häufig wird ein höherer GdB jedoch durch stark ausgeprägte Begleiterkrankungen (Komorbiditäten) wie Depressionen, Angststörungen oder Burnout erreicht.
Leider übernehmen gesetzliche Krankenkassen die Kosten für ein reines "ADHS-Coaching" in der Regel nicht, da es sich dabei nicht um eine anerkannte Heilbehandlung im Sinne des SGB V handelt. Bezahlt werden jedoch anerkannte Verhaltenstherapien (Psychotherapie) bei zugelassenen Therapeuten, die extrem hilfreich sind, um Strategien für den Alltag zu erlernen.
Unsere Ratgeber und Generatoren basieren auf der strikten Auswertung aktueller Gesetzestexte. Sie werden von Jan (Projektleitung) & Team entwickelt und durch unser Netzwerk aus Fachberatern regelmäßig auf fachliche Korrektheit geprüft.
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